Der blog ist tot, Dänemark gibts nichtmehr und deine Mutter hat nen Podcast.
Hier gehts weiter im Text.
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und dann bin ich wieder in deutschland. die letzten tage waren heiss, aussenaktiviert und schwimmbar. Jetzt heissts: sich noch schnell von allen gebuehrend verabschieden und die letzten tage geniessen, vor allem ab freitag, denn da kommt Anne und darauf freue ich mich am meisten!!!!
es ist merkwuerdig, und man will es irgendwie nicht wahr haben, dass es schon vorbei ist. ich habe hier viele positive erlebnisse gehabt, tolle menschen kennen gelernt und auch viele rueckwuerfe einstecken muessen. Alles in allem hat sich dieser Schritt aber sehr gelohnt, auch wenn ich an tagen, an denen ich nicht so gut drauf war, genau das gegenteil gesagt habe.
Ich freue mich riesig, wieder nach duesseldorf/bochum zu kommen und mein gewohntes leben mit neuen erfahrungen weiterleben zu koennen. Vieles an århus - wie z.b. die natur und die kleine groesse der stadt, die alles wichtige in 10 min. mit dem fahrrad erreichen laesst, das internationale flair, die daenische sprache, die freunde, die ich hier gefunden habe – werde ich sicherlich vermissen. aber das wiegt nicht auf, was ich an zuhause schaetze: Meine Famile, Meine Freunde, meine Heimatstadt, DICH (ich schaetze, das kann ich bei meinen blogaufrufstatistiken ruhig erwaehnen
) und meine ANNEMAUS (ich liebe dich!)
Wenn ich nicht grade am strand war oder mich ueber meine nicht betandene Pruefung totgaergert habe, habe ich mich der musikalischen produktivitaet hingegeben. Ohne Laptop habe ich mich nun sehr intensiv mit der mpc rumgekloppt und circuits gebended. Mein erster “richtiger” versuch zu benden kann sich sehen lassen, auch wenn es – wie man es im folgenden film vielleicht bemerkt – noch ziemlich anarcho abgeht:
…und der Laptop rauchte.
Computer kaputt, Geldprobleme und stress mit meiner Gastfamilie – Zeit fuer nen Neubeginn.
Seit letzten Donnerstag wohne ich in einem Studentenheim und erfreue mich meines Studentenlebens. In zwei Wochen habe ich meine erste Pruefung und daher bin ich richtig glueklich, dass ich jetzt all den scheiss hinter mir habe und mich aufs lernen konzentrieren kann. Auch dass mein Laptop tot ist traegt dazu bei mehr fuer die Uni zu tun, denn ich kann meine Zeit nichtmehr so gut mit Musik vertroedeln.
Da ich jetzt aber nur begrenzte Zeit habe, um ins Internet zu gehen (geht jetzt naemlich nur in der Uni), wird mein blog dann wohl doch nicht so voll werden, wie ich es eigentlich wollte! Aber ich bin in einem Monat ja eh wieder da, und dann werdet ihr alles aus erster Hand erfahren. Anne kommt eine Woche vorher hierhin und dann fahren wir vorraussichtlich am 17. Juni zurueck nach Deutschland.
bis dann alles gute!
- und trotzdem sitze ich in meinem Zimmer (oder höchstens auf der Terasse) um Songs zu komponieren, aufzunehmen und abzumischen. Gut, dass Jakob und Marry dieses Wochenende die Pedersens besucht haben, denn sie waren oft alle zusammen weg und ich konnte die Musik laut aufdrehen und nicht wie gewöhnlich mit kopfhörern spielen.
Etwas asozial fühle ich mich aber schon, wenn ich dran denke, dass ich ausser am Freitag nicht wirklich draussen war…wie gesagt, nur auf der Terasse!
Aber hier ist das Ergebnis! Das ist zwar nicht alles, was ich gemacht habe, aber das erste Stück, das fertig ist! Es heisst….bis jetzt noch garnichts. Wenn jemand einen Vorschlag hat, postets einfach als Kommentar hier rein. Wir können ja dann ein voting machen
Zum Track selbst: Die die Sounds stammen (ausgenommen vom “Subbass” und den Streichern in der “Bridge” – und natürlich dem Breakbeatloop) ursprünglich aus meiner Gitarre! Natürlich wurden sie einer Frisur unterzogen. Danach hab ich sie einzeln in den MPC geladen und neu getriggert. Nur soviel zur Herangehensweise. Hören musst du selbst.
Also habe ich mir –1 Bier– an nem 7eleven (24h Kiosks in Dänemark…halt ne Tanke ohne Tanke) geholt und hab mich in Richtung Studenterhuset gemacht. Ich war schon letzte Woche nach dem Koncertcafé dort und da ging voll die Karaoke-Party ab. Es ist schon schockierend, sich nach so guter Musik in diesen Haufen peinlicher Austauschstudenten zu begeben. Aber es waren immerhin viele Leute da, die ich kannte…letztes mal. Diesen Dienstag war das Studenterhuser ausgestorben. Nurnoch ein Paar Partyleichen waren im Raum und um die Kicker verteilt. Ich habe es gerade noch geschafft, den Barkipa zu überreden, mir noch –1 Bier– zu zapfen. Zu den Partyleichen gehörten auch eine gewisse Nicky aus Berlin und eine Jill aus Wien mit ihren Freunden, die ich erst jetzt bemerkte. Ich hatte gehofft, sie würden mir sagen können was noch los ist in Aarhus. (Denn es sollte sich ja schließlich lohnen, ein Taxi zu nehmen!) Aber da sind sie mir mit der Frage schon zuvor gekommen.
Wir entschieden uns dazu, ersteinmal loszugehen. Tolle idee! Genau so, wie wenn man in Düsseldorf mit einer großen Gruppe unterwegs ist und vorschlägt: “lass erstmal in die Altstadt gehen, dann schauen wir mal”…nur dass in Aarhus an einem Dienstag ungefähr 3 Bars auf haben:
1) Der Social Club, in dem ich noch nie war, aber so schlecht zu sein scheint, dass dies sogar die Erasmus-Hardcore-Ausstauschstudenten behaupten. (Pro: von 11-12 Freibier. War aber ja schon vorbei)
2) Kurt’s Mor (“Kurts Mutter”) Glatzenschuppen, in dem ich mal mit Anne und zwei anderen Studenten war. (Hey, Laurentiu hat un den vorgeschlagen!) Von der Schlägerei (mit fliegenden Flaschen und Stühlen, Blutüberströhmten Gästen und kaputten Glasscheiben) die an diesem Abend dort stattfand, wurde am nächsten Tag in den Jydländischen Zeitungen berichtet. (Vielleicht schreib ich hier später noch nen Artikel darüber)
3) sind wir dann ins Buddy Holly gegangen. Leider nur Nicky und ein belgischer Typ namens Max. Vorher haben wir uns bei nem 7eleven aber noch –1 großes Bier– geholt, um den irren dänischen Barpreisen zu entgehen. Nicht die geilste Bar, aber dafür fast nur dänen und die Musik war t e i l w e i s e ganz ok. Oldschool Hiphop a la Blackstreet. Am ende ging dann nurnoch dänischer Blingblinghiphopscheiss ab. Insgesammt aber ein ganz cooler Abend. (–2 Bier–) Nicky hats dann noch hinbekommen, vom Nachbartisch für jeden von uns –1en Kurzen– zu bekommmen. Die haben ein ganzes Tablett bestellt und wussten garnicht so recht wieso überhaupt. Sie wussten auch nicht, was mit der halbvollen Flasche Whiskey los war, die schon seit einer Stunde unberührt auf dem Tisch stand. Als ich einen der Typen kurz bevor wir gingen auf die Flasche ansprach, drückte er mir sie korrekterweise in die Hand und wir vierließen gegen 4 Uhr den Schuppen.
Trinken konnte ich davon allerdings nicht mehr. Wir gingen zum Hauptbahnhof und verabschiedeten uns voneinander. Ich nahm ein Taxi für 170 Kr (ca. 23€ !!!) nach Hause und ging schlafen……..
Jetzt, wo ich nachgezählt habe wird mir noch immmer nicht klarer, wieso ich mich am nächsten Tag so tot gefühlt habe. Nach 9 Bier und ein Paar kurzen (ja, ok den ein oder anderen schluck habe ich auf dem Nachhausegeg dann doch vom Whiskey genommen..) sollte man zwar gut schlafen, aber nicht unbedingt erst um 19 Uhr nach unvortellbaren qualen aufstehen können!!! Ich sags euch, das Bier in Dänemark ist irgendwie gepunched.

Musik in Aarhus: das war ein Grund, wieso ich hier hin gekommen bin. die letzten Wochen warn ziemlich lehrreich für mich und ich habe viel neuen Input bekommen. In diesem Eintrag möchte ich einen kleinen Überblick geben.
Die Bigband des Musikkonservatoriums auf dem Rama’08 – Festival (…Welche andere Bigband auf der Welt hat noch zwei Laptops mit auf der Bühne????)
Das DIEM ist das dänische Institut für elektronische Musik in Aarhus welches ans Musikkonservatorium gekoppelt ist. Ich habe schon ein paar Studenten auf dem Rama Festival spielen sehen – unter anderem La La Naive (Gänsehautmusik, leider nur ein Song auf MySpace) und auch Jonas R, mit dem ich nun regen Konakt habe. Wie es dazu kam?
Ein Tag nachdem ich mit Anne auf dem Festival waren, wurden wir von nem Austauschstudenten (Laurenciu)eingeladen, mit seiner Studentenorganisation zu Abend zu essen.(Ich wusste nicht, dass es eine Christen-Vereinigung war…)Dieses Abendessen fand bei einem gewissen Jonas Rasmussen und seiner Frau statt! Das war ziemlich surreal. Jedenfalls sind wir so ins Gespräch gekommen. Und er hat und zu seinem nächsten Konzert eingeladen.
Sehr krasse Sachen, die er da macht. Er bringt Metallplatten mit unterschiedlichen Eigenschaften durch digitale Impulsgeber zum resonieren – Leider habe ich kein Video davon.
Jonas sagte mir auch, dass demnächst Richard Devine (myspace hier) in Aarhus spielen soll und dass sich das DIEM bemüht, ihn dazu zu bringen, eine Gastvorlesung zu halten.
Das haben sie dann auch geschafft. Sehr interessant, was er letzten Freitag zu erzählen hatte, wenn auch Teilweise sehr Selbstverherrlichend und Biographisch. Für alle, die sich für elektronische Klangerzeugung interessieren, hier zwei Videos á ca. 20 (!) min.:
Sorry, die Videos sind so lang, dass YouTube ziemlich lange braucht, um sie online zu stellen. Wenn sies hinbekommen haben, kannst du sie hier finden!
An dem Tag hab ich noch ein Paar andere Leute getroffen. Mal wieder der Zufall: Als ich auf dem Weg zu Devines Vorlesung war, stand ich mit dem Fahrrad etwa 5 (!) Minuten mit nem anderen Fahrradfahrer vor einer roten Ampel! Als ich dann im Konervatorium stand, kommt eben dieser Typ rein, und es stellt sich raus, dass seine Mutter aus Deutschland kommt und er auch Musik macht. Dieser Jakob ist natürlich auch bei MySpace zu finden.;) Sollte man sich anhören, auch wenn man kein dänisch versteht!!!
Am Abend darauf gabs dann das Konzert von Richard zusammen mit Puzzleweasel, einem “Resident”, der auch im DIEM studiert. Insgesammt sehr geiles Konzert und viele Leute wiedergesehen und neu kennengelernt.
Achja, vor ein paar Wochen hab ich auch noch múm live gesehen! Sehr schönes Konzert. Irgendwie hat es mich dann Live aber doch nicht sooo berührt.
Wollte nur mal eben die schönsten Fotos aus Kopenhagen hochladen, wo Anne und ich vom 27.-30. März waren.

Blick auf Aarhus von der Fähre in richtung Seeland, wo Kopenhagen liegt. Für alle die nicht wissen, wie das geografisch zusammenhängt:

Hammer Stadt! Will ich auf jeden Fall nochmal hin! Dann aber bisschen mehr Nightlife…dafür waren wir ein bischen müde. Wir haben uns nämlich die Copenhagen-Card gekauft, mit der man Eintritt zu über 60 Museen und Aktraktionen hat…das mussten wir also ausnutzen!
Als erstes waren wir im Zoo:
Ich konnte auch mal ausprobieren was so alles in meiner Kamera steckt:
und Anne wollte unbedingt noch in den Streichelzoo…das war sooooo süüüüß!!!!!!!!
Eisbären sind verdammt Scheisse:
Nach dem Zoo sind wir in das Hotel zurück und haben uns für den Abend fertig gemacht. Unser Hotel lag hinter dem Hbf in einem schönen Rotlichtviertel und hatte den obergeilen Namen Absolon Annex – chekka Yeah!
Der Abend begann mit 10 Kurzen für 200 Kr. in einem etwas totem kleinen Lokälchen (war aber ganz nett) und ging weiter mit Freibier in der abgefücktesten Disse Kopenhages…stell dir das Oberbayern in Düsseldorf vor, nur mit weniger Menschen, jüngeren Menschen, betrunkeneren Menschen, unterbelichteteren Menschen, beschissener Trance-Musik, lächerlichen Türstehern, die wollen, dass ich meine Mütze ausziehe und — FREIBIER!
Anne wär fast nicht mehr nach Hause gekommen, sie ist aber sehr niedlich wenn sie betrunken ist. Dafür übergab ich mich am nächsten morgen und der Tag war im Arsch. Das war ganz schon mies an so nem Tag…
Abends wollten wir in eine Kathedrale, wo ein Brasilianer elektronische Musik spielen sollte. Da durften wir leider nicht rein, weil das Konzert ANGEBLICH ausverkauft sei. Komischerweise saßen VOR der Kathedrale leute, die auch nicht reinkamen, obwohl sie schon drin gewesen waren und nur zum pinkeln/rauchen draussen waren. Komische politik…
Am nächsten Tag ging dann so richtig die Museumstour los!













..und dann musste Anne auch noch totkranken Menschen auf die Nerven gehen:




Abends haben wir dann in einem Fondue-Restaurant gegessen und später sind wir ins Kopenhagener Jazzcafé gegangen, wo wir bei Kerzenlicht Saxopath hören durften. An dem Abend haben in vielen Bars und Konzertsälen die Bands unplugged und ohne elektronisches Licht gespielt, um auf den hohen Stromverbrauch und Umweltschutz aufmerksam zu machen. (Komischerweise waren aber die Beleuchtungen ihrer Notenständer an Steckdosen angeschlossen..)
Hier ein kleines Video:
Insgesammt ein Schönes verlängertes Wochenende. Bis auf die Tatsache, dass ich mich Sonntag Abend von Anne verabschieden musste, weil sie von CPH zurück nach Deutschland gefahren ist. In zwei Wochen sehen wir uns aber wieder, da komme ich nämlich für meinen Geburtstag nach Düsseldorf!
Bis dahin….Hej med dig!!!
…was ich hier alles machen muss! Erasmus stellt man sich anders vor: Gestern eine Klausur geschrieben, die ich aus Bochum zugeschickt bekommen habe, Montag ein Vortrag über das Verhältnis von Regierung und Opposition in Schweden und Finnland auf englisch halten, Mittwoch eins auf dänisch über den Fleischskandal in Dänemark mit bezug auf Bourdieus Feldbegriff und am Freitag eine Hausarbeit von 600 Worten über die dänische Verwalltung abgeben…
Ich brauch Urlaub
aber die Osterferien sind ja bald und in zwei Wochen kommt Anne zu besuch!!!
aber bis dahin kann ich ja noch in meinem Pool chillen..

Partytechnisch geht grad nicht soooo viel, bis auf die “jewel of the 80s Party” letzten Samstag. Die fand in der ziemlich geilen WG statt:
Ansonsten versuche ich, mir möglichst viel Zeit für musikalische Ergüsse zu nehmen. Immerhin habe ich heute den 2. Song hochgeladen, der hier entstanden ist!
Hier kannst du in dir anhören und runterladen!
Achja, an dieser Stelle möchte ich gerne einem genz speziellen Freund grüßen – die Ruhr-Uni!
Du kannst dir garnicht vorstellen wie wenig bock ich auf deine scheiss Katarkomben und verdammten Gaskammern – auch WC genannt – habe! Nimm dir mal ein Beispiel an diese schöne Bücherei inkl. Leseraum:
diese Leseecke ist auch nicht so verkackt wie deine scheiss Cafeteria (..das ist an der Rub der einzige Ort an dem man “lesen” kann…)
da kannste nicht mithalten, wa?
…ganz zu schweigen von den Gebäuden selbst:


…und den schönen See auf dem Kampus:
Die anderen Austauschstudenten aus meiner Fakultät sind eigentlich alle ganz cool drauf. Vor allem Christin und Laurencio, die schon seit letztem Semester hier sind und FREIWILLIG für uns ein Einführungsprogramm mit essen gehen (auf kosten der Fakultät;)) und Partys organisiert haben! Hier sind die beiden:
Hier noch ein Paar andere Gestalten:


Marina aus Finnland …..| ……Kenny aus Washington – saugeil der Typ


wieder Christin – und Christian aus Halle | Jensen irgendo aus Canada und Jess aus Melburne (solbald sie anfängt zu reden nicke ich nurnoch…ich verstehe nämlich absolut NICHTS was sie sagt, aber möchte nicht unhöflich sein…)
Hier noch ein ziemlich geiles Video von der Fassade des musikhuset Aarhus (dem Musikhaus…)
Die installation nimmt die Bewegungen der Personen vor dem Gebäude auf und zeigt ihre Schatten mit LED’s auf der Fassade. Schaus dir mal an!
Diese Fotos sind am selben Tag wie das Video entstanden. Ich eine Townrally mitgemacht, die Christin und Laurencio für uns organisiert haben, jedoch haben leider nur drei andere mitgemacht. Es gab also nur eine “Mannschaft”..

den gammle byen (die alte Stadt) von Aarhus…

…und nochmal.
Hoffentlich habe ich bald mehr Zeit, mich um den blog zu kümmer…bis dahin: vi ses!!!
alexis
Meine Gasteltern sind nett. Etwas spießig…aber nett! Christian hat mir sogar etwas Geld geliehen, weil ich im moment noch kein Konto eröffnen kann. Ohne CPR-Nummer is man in Dänemark nämlich offiziell kein Mensch. Ohne diesen Personen-Registrierungscode kann man noch nichtmal eine Prepaidkarte fürs Handy kaufen! Darum hat mir Inger vorrübergehend ihr Handy gegeben. Die Nummer kriege ich nach etlichen Bürokratischen abläufen vorraussichtlich erst in zwei Wochen.
Man sieht also gleich: die beiden sind echt Hilfsbereit! Aber das ist genau mein Problem. Daurch entsteht bei mir nämlich ein gewisss Pflichtgefühl gegenüber den beiden. Nicht materieller Form, aber ihr Verhalten suggeriert, dass sie ein ähnliches Verhältnis mit mir haben wollen, wie sie es mit Jacob hatten. Das war ein (wie ich immer mehr raushöre ein wohl recht müttriger)Sohn von ner befreundeten berliner Familie der Perdersens, der das letzte Jahr hier gewohnt hat und wohl viel mit ihnen unternommen hat:
“Jacob hat das immer so gemacht” “Jacob hat damals 3 Autoladungen mit gehabt” “Jacob war ein ganz wählerischer Esser” “Jacob war ein großer Katzenliebhaber”
bah.
Naja meine Temp-Eltern sind ja auch nicht mehr die ältesten und suchen wohl die Gewohnheit und vllt auch etwas mer Pepp in ihrem leben. Ich fühle mich hier aber momentan noch etwas beoachtet…
Darum veruche ich so selten wie möglich in der Wohnung zu sein. In der Uni werde ich wie es scheint sowieso sehr viel zu tun haben. (Pro Seminar und Woche muss ich etwa 80 Seiten auf englisch bzw. dänisch lesen!)
Am Freitag habe ich mich mit meiner Mentorin getroffen um ein Paar organisatorische Dinge zu erledigen und haben dann in der Freitagsbar (fast jeden Freitag in der Kantine unserer Fak.) ein Bier getrunken. Ich hab da noch zwei deutsche kennen gelernt, die hier vor zwei Jahren Erasmus gemacht haben. Ein Computerfreak und ein Asitoasterverstrahlter Volldep die natürlich beide BWL studiert haben. Als Informationsquelle sind solche Menschen aber bestens geeignet! Um Party zu machen aber irgendwie nicht..die schienen keinen Funken Interesse gehabt zu haben.
Ich weiss auch nicht wie ich auf die blöde Idee kam, aber irgendwie hatte ich Bock noch was zu Unternehmen. Also bin ich alleine in die Stadt gegangen.
Es ist ein teilweise bekanntes Gefühl für mich, keinen in einer Stadt zu kennen und zu wissen, dass alles und jeder – und vor allem eine – soweit weg sind. Strange wird es erst, wenn man sich bewusst wird, dass man das alles und vor allem sie – erst nach einer langen Zeit wieder sehen wird. Als ich so die Einkaufsstraße runterging kam ein merkwürdiges Gefühl in mir hoch. Ein Gemisch aus Trauer, Angst, Einsamkeit…und ne Prise Panik.
Samstag bin ich dann erstmal zum Aldi gefahren – mit dem Fahrrad von…na?…tätää! Christian ist echt der Held!
Als ich an der Kasse stand, bemerkte ich, dass es drausen schneit – und wie! Also bin ich schnell mit den Sachen nach hause gefahren. Ich wollte eigentlich sofort wieder los. (Erst an den Strand und dann in die Stadt – diesmal aber OHNE merkwürdige Gefühlsgemische…und alles mitm Fahrrad!) Aber ich habe solange mit Anne telefoniert, dass es schon dunkel wurde. Trotzdem bin ich losgefahren!
Am Strand hab ich mir erstmal einen gekifft und dann dieses Video gedreht:
Was ist das??? Ein FLUGZEUG?!?!?! Nein das ist ein Ufo, das Alexis total stoned gemacht hat
Gerade als ich auf der Hauptstraße in Richtung Stadt war, begann es – als ob ich das “foreshadowing” beim Aldi nicht bemerkt hätte – an zu…Hageln. Selbst die Mega-Jacke von Anne konnte mich nicht trocken halten! Trotzdem blieb ich hart und fuhr weiter in richtung Stadt – einen riesen Berg hinauf!! Das fehlt ja grade noch! Und wo ist eigentlich die Straße? Ich kann nix sehen, weil die Brille beschlägt. (ich finds klasse, verschiedene Zeitformen in einen Text zu packen
)
Ich war kurz davor, wieder zurück zu fahren und es hinzunehmen, dass ich sowohl am Freitag als auch am Samstag keinen Spaß haben werde! Doch es hörte zum Glück auf zu hageln noch bevor ich in der Stadt war.
Nach so einer einstündigen Wettertortur und weiteren 2 Stunden in der Stadt rumradeln und rumlaufen um sich zu orientieren und zu sehen, an welchen Orten die meisten Menschen sind, kann man leicht den Optimismus und die Hoffnung verlieren, dass noch was geht am Abend!
Bis ich in einer Pizzeria einen Flyer des Studenterhuset am Hafen fand, auf dem stand, dass dort heute “Who Made Who?” spielen sollten. Also nix wie hin.
WHO MADE WHO??? Keine Ahnung! Aber es nudelt! Hab die auf dem Open Source zwar schon mal so halb gesehen aber im Studenterhuset gingen die richtig gut ab! Das Video sagt wohl alles. Achtet mal auf den Typen, der nach demSänger auch nochmal stagediven will!!! ZUUUU GEIL
DD..leider bricht der Ton an manchen Stellen ab. (Das liegt – soweit ich gelesen hab – am zoomen während der Aufnahme.. Vllt kann Sebo mir damal nen Tipp geben??)
Danach sollten noch zwei DJ’s auflegen, angeblich zwei der besten Dänemarks.
Das waren sie wohl auch definitiv:
Alles in allem haben sich die umgerechnet ca. 12€ investition also auf jeden Fall gelohnt! Blöd war nur, dass ich mich um 3 Uhr nach der Party sowohl auf dem Weg zu meinem Fahrad als auch mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause verlaufen habe und erst um 5 im Bett war.
Hej du!
ja jetzt sitze ich hier…bin ich wohl wirklich in Aarhus angekommen. Nach den Eskapaden der letzten Wochen ist das fast schon unglaublich! Ich sag nur Ticket verloren…
Und jetzt sitze ich hier. Die Fahrt kam mir vor als wären es nur zwei Stunden gewesen – das lag aber wahrscheinlich an der Whiskey-Cola, die ich mir noch vor der Fahrt zusammengemixt habe. Die war jedoch leider sehr schnell weg so dass ich den gesamten Zug nach einem Bistro abgesucht habe-jedoch vergebens.
Das einzige, was ich gefunden habe, war ein Weißrusse, durch den ich jetzt weiß, dass es wohl Raucherstellen in Zügen gibt – inkl. Aschenbecher! (Wahrscheinlich gabs das aber nur in dem Teil des Zuges, der später nach Weißrussland abgekoppelt wird)
Jedenfalls konnte er mir Feuer geben und hat mir – während wir die Zigarette rauchten – sogar angeboten, bei ihm im Abteil zu essen weil er soviel dabei hat. Ich habe mich dann doch entschlossen, in der halbstündigen Pause in Hannover schnell an ein Kiosk zu laufen.
Mein Kabinenmitbenutzer sah ziemlich fertig aus..kein wunder wenn man nun seit 2 Jahren durch Europa reist und gerade auf dem Weg nach Skandinavien ist, von wo aus er dann weiter über Polen, durch Russland mit dem Trans Sib.Express nach China reisen will und von dort aus dann nach Australien. Ich komme mir unbedeutend vor.
Der Rest der Reise verlief Aufgrund illegaler Substanzen recht reibungslos ab. Kurz eingenickt und schon hörte ich eine Schaffnerin klopfen, die mich netterweise drauf aufmerksam machen wollte, dass ich – um aussteigen zu können – einen Wagon weiter nach vorne laufen müsse, da der Bahnsteig in Kolding zu kurz sei als dass der ganze Zug drauf passen könne. Also aufstehen und den ganzen Kram durch den engen Korridor schleppen. Kaum angekommen, kam auch schon der Zug nach Aarhus.
Nach zwei weiteren unpektakulären Stunden kam ich dann endlich in Aarhus an. Erstmal bin ich an Christian vorbeigelaufen, obwohl er wie gesagt eine blaue Mütze tragen würde. Mir kam sie eher Schwarz vor. Er lief mir zum Glück hinterher. Wahrscheinlich hat er mich an meinem Gepäck erkannt…
Am Haus angekommen gings erstmal hoch in mein Zimmer.
DiePedersens haben so viele Bücher, dass viele auch in meinem Zimmer stehen müssen! (übrigens richtig gute und nütliche!)